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Eine Folie ist ein Rahmen
Die meisten Folien einer Vorlesung sind eine Textspalte, und das ist richtig so. Die anderen – die Titelfolie, der Trenner am Anfang eines Teils, eine Reihe Karten, ein Foto, auf dem die Worte stehen – sind das Thema dieser Seite.
Hier wird nichts von Hand platziert. Jedes Layout
dieser Seite braucht ein Wort im Frontmatter – dem Einstellungsblock am Anfang der
Datei – oder eine :::-Zeile im Text. Es gibt keine
Zeichenfläche, die man einrichten müsste, und keine zweite Datei, die man
mitpflegen müsste – eine Folie, die am Abend vorher neu geschrieben
wurde, setzt sich trotzdem.
Eine Vorlesung, die nichts davon benutzt, bleibt davon unberührt – jede Konstruktion gilt nur dort, wo man sie schreibt. Und eine Konstruktion nimmt man wieder zurück: Wer die Zeile löscht, die eine davon verlangt hat, bekommt die Folie so zurück, wie sie vorher war. Der Text bleibt, wo er ist; die Konstruktion legt sich um ihn, und man kann eine an einer einzelnen Folie ausprobieren, ohne den Rest der Vorlesung anzufassen.
Zehn Arten, eine Vorlesung zu eröffnen
Eine Vorlesung kann mit einem Titel in der Ecke eröffnen, mit
einer Farbfläche oder mit einem Foto, auf dem die Worte stehen.
Welche es wird, sagt man im Frontmatter mit cover:. Die zehn
stehen unten von leise nach laut geordnet.
Drei davon, in dieser Reihenfolge. classic ist
die Voreinstellung, und eine Vorlesung, die keine nennt, bekommt sie.
classic die Schrift im linken unteren Drittel
panel helle Schrift auf einer ganzen Fläche der Akzentfarbe
hero ein Bild füllt die Folie, die Schrift steht über einem dunklen VerlaufDie anderen sieben, die Angaben, die die Schrift verschieben, und die Worte auf der Folie
Vier der zehn nehmen ein Bild: split und
hero aus cover-image:, beside und
above aus dem, was die Titelfolie selbst trägt, sodass eine
in der Vorlesung geschriebene Abbildung das Titelbild sein kann. Zwei weitere
Angaben verschieben die Schrift innerhalb einer Komposition –
mit cover-align: setzt man sie nach oben, in die Mitte oder
nach unten, bei den sieben, die überhaupt eine Wahl lassen, und mit
cover-ratio: sagt man, wie viel der Folie das Bild bekommt,
bei denen, die sie teilen. cover-ground: ink eröffnet eine
helle Vorlesung auf einer dunklen Folie, ganz ohne Foto.
Die Worte auf der Titelfolie stehen in vier Rängen statt in
einer Zeile und einer Liste. presenter: ist der
Name; affiliation: die Einrichtung, leiser direkt darunter;
und contact: und notice: teilen sich eine
Zeile am Fuß, die Adresse linksbündig, der Hinweis rechtsbündig. Die
Trennung folgt der Aufgabe – ein Name und eine Einrichtung stellen
den Vortragenden vor, eine Adresse und „die Folien kommen am Freitag
online“ beantworten eine Frage aus dem Saal. In info:
bleiben Datum, Raum und Veranstaltungszeile. Welche der beiden Zeilen
title: und subtitle: groß gesetzt wird, sagt
style: {headline: …}, und
style: {caps: on} setzt die kleine Schrift darum in
Versalien.
masthead der Titel an der Oberkante, die Angaben unter einer Linie am Fuß
stack auf beiden Achsen zentriert, für eine Eröffnung, die still sein will
display der Titel groß genug, um die Folie zu füllen
quote der Vortrag eröffnet mit einer Behauptung, der Titel liest sich als Quellenangabe
split die Schrift links, ein Bild über die rechte Kante hinaus
beside der Inhalt der Folie selbst neben dem Titel, damit eine Zeichnung das Titelbild sein kann
above derselbe Inhalt oben, der Titel zentriert darunter
cover-align: bottom dasselbe stack, die Schrift am FußDie letzte Folie ist die Gegenklammer zum Titel. Eine
Folie, die als ## closing: geschrieben ist, wird in der
Komposition gezeichnet, die man mit cover: genannt hat, damit
die Stunde in der Form endet, in der sie angefangen hat. Sie trägt die
eigenen Worte, ohne die Zeile mit dem Namen und ohne das Datum. Mit
closing-credits: holt man sie zurück: contact
nur die Fußzeile, cover den ganzen Block.
Auch die sechs Kompositionen ohne Bild können eines
haben. Ein Hintergrundbild liegt hinter
jeder Folie, auch hinter der Titelfolie, und es gewinnt gegen das, was die
Komposition dort gezeichnet hätte. Bei panel entsteht aus
beidem etwas, das keines allein hat: die Akzentfläche wird zum Schleier,
und das Foto scheint durch eine Farbfläche hindurch.
Die Folie, die einen Teil eröffnet
Einen neuen Teil beginnt man mit einer
#-Überschrift in der Quelle, und die Vorlesung stellt einen
Trenner davor, damit der Saal bei der Überschrift ankommt, bevor die erste
Folie des Teils kommt. Eine von sechs Kompositionen nennt man mit
section:, und sie bleiben leiser als die Titelfolie, damit man
einen Trenner nicht für sie hält.
plain die Überschrift allein. Die Voreinstellung
tinted der Akzent bei 12 %. Aus der letzten Reihe kommt die Farbe vor jedem Wort an
outline die mitlaufende Agenda: welcher Teil, von wie vielen, und wie weit hinein
rule der leiseste, und einer, der einen Schwarzweißdruck übersteht
card die Überschrift auf einer getönten Fläche
number eine große Ziffer über der Überschrift, die die Teile zähltEin Trenner kann seine eigene Folie tragen. Was
zwischen der #-Überschrift und der ersten Folie darunter
steht, steht auf dieser Folie. Ein Zitat,
ein Foto, eine Abbildung oder eine Reihe aus drei Begriffen: der Teil eröffnet
damit, und es braucht keine eigene Anweisung.
Die mitlaufende Agenda ist auch eine Folie, die man selbst
schreibt. Ein ## outline: an der gewünschten Stelle
gibt dieselbe Liste wie der outline-Trenner – meist gleich
hinter dem Titel, wo mangels Teilgrenze gar kein Trenner entsteht. Vor dem
ersten Teil ist kein Punkt als aktuell markiert.
Eine Schrift nur für die Übergangsfolien
fonts: {display: Anton} gibt Titelfolie,
Schlussfolie und Abschnittstrennern eine eigene Schrift, oft eine laute, und
erreicht sonst nichts: Eine gewöhnliche Überschrift, ein Kartenkopf und eine
Abbildungsbeschriftung behalten die Textschrift. 32 solcher Schriften liegen
bei, unter der SIL Open Font License, in drei Arten:
Hand, Maschine und Grafik – und
jede ist hier in Titelfolie und Trenner
gezeichnet (englisch), mit dem eigenen Titel darin. Dieselbe Seite zeigt die
neun Textschriften – Serife, Grotesk und Mono – auf einer Folie und auf
einer gedruckten Seite: alle
mitgelieferten Schriften, für Text und für Titel (englisch).
Die Größe ist gemessen, nicht geschätzt. Diese Schriften
unterscheiden sich in der Breite um den Faktor drei, und die Titelgröße war
auf die Textserife abgestimmt – ohne Korrektur wirken die schmalen zaghaft
und die breiten laufen aus der Folie. Jede trägt einen gegen diese Serife
gemessenen Wert. style: {display-scale: 1.4} ist da, wenn die
Schrift stimmt und die Größe nicht.
Kein Tastendruck kommt daran. F wechselt die Textschrift, A das Farbschema; Titelfolie und Trenner ignorieren beides, während ihre Farbe weiter dem Farbschema folgt und sie damit auch dunkel lesbar bleiben. Eine Vorlesung ohne Titelschrift bettet nichts ein.
Kästen, keine Spalten
Drei Kästen nebeneinander sind Behälter, keine Spalten: Was
in einem steht, bleibt darin. Also Karten für drei Dinge und
::: cols für das eine lange Argument, das der Browser umbrechen
darf, wo er will.
Zwei Anordnungen eines Vokabulars, und welche es wird, wählt man mit dem Wort nach den Doppelpunkten. Die Einstellungen sind in beiden dieselben: die Größe, die Ausrichtung und das, woraus der Kasten besteht.
Eine Reihe bedient die Folie und das Handout zugleich. Was man unter einer Karte auf einer zweiten Ebene schreibt, steht nicht auf der Projektion, aber im gedruckten Dokument: Der Saal bekommt die Überschrift und die Lesenden die Einzelheiten. Auf C kommen die Ebenen an die Wand, wenn eine Frage sie braucht, ohne es zweimal zu schreiben.
Worauf eine Karte steht, braucht ein Wort, eines von sechs. Eine getönte Fläche, eine Haarlinie, die Akzentfarbe mit heller Schrift darauf, die Papierfarbe, gar kein Kasten oder ein Bild als eigener Grund der Karte. Schreibt man zwei davon an eine Kartenreihe, bricht der Build mit einer Meldung ab.
Ein Bild hinter der ganzen Folie
Schreibt man ::: backdrop, steht ein Bild
randlos hinter allem, auf jeder Folie. Eine Zeile, und die Textspalte
bleibt, wo sie ist.
Darüber liegt voreingestellt ein Schleier in der Hintergrundfarbe des Farbschemas, damit gewöhnlicher Text über dem Bild und in allen sieben Farbschemas lesbar bleibt.
Schreibt man reveal dahinter, ändert jeder Tastendruck
auf die Leertaste, wie viel vom Bild zu sehen ist: ein Band an
einer Kante, die ganze Folie oder nichts. Bewegt wird die Öffnung, nicht das
Foto – es öffnet sich also über der Folie, statt dahinter
umherzurutschen.
Über der Folie oder Teil des Rahmens
Ein Overlay liegt über der Folie und nimmt ihr nichts weg. Ein Dock ist Teil des Rahmens, und die Textspalte weicht ihm. Die Einstellungen schreibt man für beide gleich.
Beide nehmen eine Kante, einen Grund und eine Breite, und beide lassen sich bis zu einem späteren Tastendruck auf die Leertaste zurückhalten.
.panel macht daraus
eine Spalte über die ganze Höhe, ein Band über die ganze Breite oder den
ganzen Rahmen. Das Bild darunter bleibt unangetastet.
Ein Dock kann einem ganzen Teil gehören. Unter einer
#-Überschrift mit .every geschrieben, steht es auf
jeder Folie dieses Teils, und eine Folie mit eigenem Dock ersetzt es nur
für sich selbst. So kommt die stehende Liste im Bild dorthin: einmal, nicht
achtundzwanzigmal.
Ein Link in einem Dock ist eine lebende Marke. Jeder Punkt nennt eine Folie beim Namen, und der Punkt zu der Folie, auf der der Saal gerade ist, leuchtet auf, während die übrigen zurücktreten. Ein Punkt, der eine Folie nennt, die es nicht gibt, bricht den Build mit einer Meldung ab, statt als toter Link stehen zu bleiben.
Zum Weiterlesen
- Die Dekorations-Vorlesung (englisch) Die Konstruktionen dieser Seite auf eigenen Folien, in einer Vorlesung zum Durchblättern. Sie trägt eine Titelfolie und nennt alle zehn. Ihr gedrucktes Dokument kommt aus derselben Quelle wie das Handout.
- Was psi-slides ist Die Startseite: eine Vorlesung, wie der Saal sie sieht und wie die Lesenden sie bekommen, und warum das dieselbe Datei ist.
- Im Hörsaal Die Stunde von hinter dem Laptop: das Cockpit, die Schritte, und was man drückt, wenn es im Saal still wird.
- Figures you write (englisch) Die Begründung für die Abbildungssprache, dann das Handbuch: eine Abbildung Zeile für Zeile aufgebaut, und jede Anweisung.