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Eine Folie ist ein Rahmen

Die meisten Folien einer Vorlesung sind eine Textspalte, und das ist richtig so. Die anderen – die Titelfolie, der Trenner am Anfang eines Teils, eine Reihe Karten, ein Foto, auf dem die Worte stehen – sind das Thema dieser Seite.

Hier wird nichts gezeichnet. Eine Komposition braucht ein Wort im Frontmatter – dem Einstellungsblock am Anfang der Datei – oder eine :::-Zeile im Text, in derselben Datei wie die Vorlesung. Es gibt keine Zeichenfläche, keine zweite Datei, die man mitpflegen müsste, und keinen Kasten zum Ziehen – eine Folie, die am Abend vorher neu geschrieben wurde, setzt sich trotzdem.

Eine Vorlesung, die diese Seite ignoriert, baut genau wie vorher – dieselben vier Dateien, Byte für Byte. Und eine Konstruktion nimmt man wieder zurück: Wer die Zeile löscht, die eine davon verlangt hat, bekommt die Folie so zurück, wie sie vorher war. Der Text bleibt, wo er ist; die Konstruktion legt sich um ihn, und man kann eine an einer einzelnen Folie ausprobieren, ohne den Rest der Vorlesung anzufassen.

Das hier ist jünger als die Formatzusage. Beide Wege zu psi-slides bauen es – die App wie die Quellen –, aber es kam nach 1.0.0, das das Quellformat festgeschrieben hat. Eine Vorlesung mit cover:, ::: dock oder dem Rest kann also eine Änderung nötig machen, wenn diese Teile ein eigenes Release erreichen. Loslegen sagt, was die Zusage deckt und was nicht.

Zehn Arten, eine Vorlesung zu eröffnen

Eine Vorlesung kann mit einem Titel in der Ecke eröffnen, mit einer Farbfläche oder mit einem Foto, auf dem die Worte stehen. Welche es wird, sagt man im Frontmatter mit cover:. Die zehn stehen unten von leise nach laut statt alphabetisch, weil leise oder laut die Frage ist, die man bei der Wahl beantwortet.

Drei davon, in dieser Reihenfolge. classic ist die Voreinstellung, und eine Vorlesung, die keine nennt, bekommt sie.

Die anderen sieben und die zwei Angaben, die die Schrift verschieben

Vier der zehn nehmen ein Bild: split und hero aus cover-image:, beside und above aus dem, was die Titelfolie selbst trägt, sodass eine in der Vorlesung geschriebene Abbildung das Titelbild sein kann. Zwei weitere Angaben verschieben die Schrift, statt die Komposition auszutauschen – mit cover-align: setzt man sie nach oben, in die Mitte oder nach unten, bei den sieben, die überhaupt eine Wahl lassen, und mit cover-ratio: sagt man, wie viel der Folie das Bild bekommt, bei denen, die sie teilen.

Die letzte Folie ist die Gegenklammer zum Titel. Eine Folie, die als ## closing: geschrieben ist, wird in der Komposition gezeichnet, die man mit cover: genannt hat, damit die Stunde in der Form endet, in der sie angefangen hat. Sie trägt die eigenen Worte und weder die Zeile mit dem Namen noch das Datum: die sagen, wer spricht und wann, und das weiß der Saal seit einer Stunde.

Auch die sechs Kompositionen ohne Bild können eines haben. Ein Hintergrundbild liegt hinter jeder Folie, auch hinter der Titelfolie, und es gewinnt gegen das, was die Komposition dort gezeichnet hätte. Bei panel entsteht aus beidem etwas, das keines allein hat: die Akzentfläche wird zum Schleier, und das Foto liest sich durch eine Platte aus Farbe.

Die Folie, die einen Teil eröffnet

Einen neuen Teil beginnt man mit einer #-Überschrift in der Quelle, und die Vorlesung stellt einen Trenner davor, damit der Saal bei der Überschrift ankommt, bevor die erste Folie des Teils kommt. Eine von sechs Kompositionen nennt man mit section:, und sie bleiben leiser als die Titelfolie: ein Trenner, den man für sie halten kann, hat seine einzige Aufgabe verfehlt.

Ein Trenner kann seine eigene Folie tragen. Was zwischen der #-Überschrift und der ersten Folie darunter steht, steht auf dieser Folie – früher fiel es wortlos weg. Ein Zitat, ein Foto, eine Abbildung oder eine Reihe aus drei Begriffen: der Teil eröffnet damit, und es braucht keine eigene Anweisung.

Die mitlaufende Agenda ist auch eine Folie, die man selbst schreibt. Ein ## outline: an der gewünschten Stelle gibt dieselbe Liste wie der outline-Trenner – meist gleich hinter dem Titel, wo mangels Teilgrenze gar kein Trenner entsteht. Vor dem ersten Teil ist kein Punkt aktiv: Ein Plan, den noch niemand begonnen hat, wird in voller Stärke gelesen.

Kästen, keine Spalten

Drei Kästen nebeneinander sind Behälter, keine Spalten: Was in einem steht, bleibt darin. Also Karten für drei Dinge und ::: cols für das eine lange Argument, das der Browser umbrechen darf, wo er will.

Zwei Anordnungen eines Vokabulars, und welche es wird, wählt man mit dem Wort nach den Doppelpunkten. Die Einstellungen sind in beiden dieselben: die Größe, die Ausrichtung und das, woraus der Kasten besteht.

audience.html · ::: cards 3
Eine projizierte Folie mit einem Absatz und darunter drei Kästen in einer Reihe, jeder mit einer Haarlinie umrandet und mit einem fetten Wort beginnend.
Eine Größe für die ganze Reihe, genommen vom längsten Punkt. Drei Größen in einer Reihe liest man als Fehler, nicht als Hierarchie.
audience.html · ::: rows
Eine projizierte Folie mit drei gestapelten Zeilen, jede aus einem kurzen Begriff in einem getönten Kasten links und der Erklärung daneben.
Eine Begriffsspalte für den ganzen Stapel, weil er ein Raster ist und nicht ein Raster pro Zeile. Die Erklärungen fluchten, wie lang die Begriffe auch sind.

Eine Reihe bedient die Folie und das Handout zugleich. Was man unter einer Karte auf einer zweiten Ebene schreibt, steht nicht auf der Projektion, aber im gedruckten Dokument: Der Saal bekommt die Überschrift und der Leser die Einzelheiten. Auf C kommen die Ebenen an die Wand, wenn eine Frage sie braucht, ohne es zweimal zu schreiben.

Worauf eine Karte steht, braucht ein Wort. Eine getönte Fläche, eine Haarlinie, die Akzentfarbe mit heller Schrift darauf, die Papierfarbe, gar kein Kasten oder ein Bild als eigener Grund der Karte. Nie Fläche und Linie zusammen: ein grauer Kasten in einem grauen Rahmen liest sich als Formularfeld und nicht als Karte.

Ein Bild hinter der ganzen Folie

audience.html · ::: backdrop
Eine Projektion, die randlos von einem Foto einer Stadt in der Dämmerung gefüllt ist, links unten eine kleine dunkle Karte mit zwei Zeilen.

Schreibt man ::: backdrop, steht ein Bild randlos hinter allem, auf jeder Folie. Eine Zeile, und die Textspalte bleibt, wo sie ist.

Darüber liegt voreingestellt ein Schleier in der Hintergrundfarbe des Themes, damit gewöhnlicher Text über dem Bild und in allen sieben Themes lesbar bleibt.

Schreibt man reveal dahinter, ändert jeder Druck auf die Leertaste, wie viel vom Bild zu sehen ist: ein Band an einer Kante, die ganze Folie oder nichts. Bewegt wird die Öffnung, nicht das Foto – es öffnet sich also über der Folie, statt dahinter umherzurutschen.

Über der Folie oder Teil des Rahmens

Ein Overlay liegt über der Folie und nimmt ihr nichts weg. Ein Dock ist Teil des Rahmens, und die Textspalte weicht ihm. Das ist der ganze Unterschied; die Einstellungen schreibt man für beide gleich.

Beide nehmen eine Kante, einen Grund und eine Breite, und beide lassen sich bis zu einem späteren Druck auf die Leertaste zurückhalten.

audience.html · ::: overlay
Eine Projektion eines Fotos mit einer milchigen Spalte an der linken Kante über die ganze Höhe des Rahmens, darin eine Überschrift und zwei Absätze.
Ein Overlay, auf den Rahmen gewachsen. Der Normalfall ist eine Karte in einer Ecke; .panel macht daraus eine Spalte über die ganze Höhe, ein Band über die ganze Breite oder den ganzen Rahmen. Das Bild darunter bleibt unangetastet.
audience.html · ::: dock
Eine projizierte Textfolie mit einer stehenden Liste aus sechs Teilnamen in einer getönten Spalte links, der aktuelle Punkt schwarz und die übrigen grau.
Ein Dock, und der Text daneben. Die Folie hält die Spalte frei und setzt die Prosa in das, was übrig bleibt – nichts wird verdeckt, und man muss keinen Platz von Hand freihalten.

Ein Dock kann einem ganzen Teil gehören. Unter einer #-Überschrift mit .every geschrieben, steht es auf jeder Folie dieses Teils, und eine Folie mit eigenem Dock ersetzt es nur für sich selbst. So kommt die stehende Liste im Bild dorthin: einmal, nicht achtundzwanzigmal.

Ein Link in einem Dock ist eine lebende Marke. Jeder Punkt nennt eine Folie beim Namen, und der Punkt zu der Folie, auf der der Saal gerade ist, leuchtet auf, während die übrigen zurücktreten. Ein Punkt, der auf nichts zeigt, lässt den Build scheitern, statt tot dazustehen – was eine von Hand gepflegte Liste beim dritten Umbau tut.

Wo es weitergeht

  • Die Decoration-Vorlesung Jede Konstruktion dieser Seite, auf der Folie, die sie beschreibt, in einer Vorlesung zum Durchblättern. Ihr gedrucktes Dokument kommt aus derselben Quelle wie das Handout.
  • Was psi-slides ist Die Startseite: eine Vorlesung, wie der Saal sie sieht und wie der Leser sie bekommt, und warum das dieselbe Datei ist.
  • Im Raum Die Stunde von hinter dem Laptop: das Cockpit, die Beats, und was man drückt, wenn es im Saal still wird.
  • Figures you write Die Begründung für die Abbildungssprache, und das Handbuch, das eine Abbildung Zeile für Zeile aufbaut und jede Anweisung auflistet.